Hallo zusammen,
da ich bei meinem nächsten Sud am Freitag auf Flüssighefe umsteigen möchte, bräuchte ich einige Infos dazu.
Zum Sud: Es werden 30L Pils, Hefesorte Wyeast Urquell im 50ml Propagator Pack.
Leider sind meine Brauzutaten noch auf dem Weg, daher werde ich langsam etwas nervös, was die Hefevorbereitung angeht.
Die Prop.Packs sollen ja wohl eigenständig nach "interner" Aktivierung für rund 20L Würze reichen, was in meinem Fall so oder so einen Starter nötig macht.
Leider habe ich zu einem solchen Starter bisher keine richtige Anleitung gefunden, sondern nur gestreute Infos über Malzbier, Belüftung usw., daher habe ich einige Fragen:
1.) Wie baue ich so einen Starter überhaupt?
2.) Wie lange braucht der Starter Vorlaufzeit, bis er in die 30L Würze kann?
3.) Wie lange braucht so ein Prop.Pack bis es einsatzbereit ist?
4.) Soll das Prop Pack sofort nach der Aktivierung in den Starter oder erst wenn es aufgeplustert ist?
5.) Wie sind Eure Erfahrungen mit der untergärigen Wyeast Hefe - erst ankommen lassen bei RT oder kann die Würze direkt runtergekühlt werden?
Notfalls habe ich noch Trockenhefe im Kühlschrank, aber die soll leider bei RT gären und hat dem letzten Sud eine störende Hefenote verpasst.
Danke Euch schonmal!
<artikel>4728</artikel>Zitat:1.) Wie baue ich so einen Starter überhaupt? 2.) Wie lange braucht der Starter Vorlaufzeit, bis er in die 30L Würze kann? 3.) Wie lange braucht so ein Prop.Pack bis es einsatzbereit ist? 4.) Soll das Prop Pack sofort nach der Aktivierung in den Starter oder erst wenn es aufgeplustert ist? 5.) Wie sind Eure Erfahrungen mit der untergärigen Wyeast Hefe - erst ankommen lassen bei RT oder kann die Würze direkt runtergekühlt werden?
Den Propagartorpack erst mal schwellen lassen, laut Wyeast mindestens 3 Stunden und dann in deinen Starter geben. Dazu kannst du Malzbier, Trockenmalzextrakt oder zur Not auch nur Zuckerwasser nehmen. Alles in eine Flasche mit keinem Loch im Verschluß (zB. Milchflasche) und so oft wie möglich gut durchschütteln/belüften. Je länger du den Starter laufen lässt, desto mehr Hefe hast du dann. Ich würde halt sofort damit anfangen, wenn dein Packet kommt...mindestens einen Tag vorher.
Wenn du jetzt nicht viel Zeit für einen Starter hast, würde ich die Gärung bei Raumtemperatur ankommen lassen und dann erst runterkühlen.
Ich hab die Wyeast auch schon ohne Starter in 25 Liter Biergegeben. Dann braucht es halt länger bis die Gärung ankommt und der Vergärgrad war auch nicht der Höchste, aber das hat doch ein durchaus trinkbares Bier gegeben. Also mal nicht zuviel Sorgen haben.
Zitat:Notfalls habe ich noch Trockenhefe im Kühlschrank, aber die soll leider bei RT gären und hat dem letzten Sud eine störende Hefenote verpasst.
Von den Trockenhefen, die bei Zimmertemperaur Lagerbiere machen, würde ich ganz die Finger lassen!!!!!!
Empfehlenswerte Trockenhefen, nicht nur für den Notfall, sind die Fermentis W34/70 und S23.
Gruß Hotte
Hunger und Kälte kann ich ertragen....aber nicht den Durst
<artikel>4728.1</artikel>Moin Hotte,
danke für die Infos!
Von der Trockenhefe werde ich aus den genannten Gründen auch die Finger lassen.
Die Zutaten sind vor 2 Minuten gekommen - gerade noch rechtzeitig. Interessanterweise haben sie mir ein Activator Pack geschickt, aber ich werde da wie vorgeschlagen vorgehen.
Aktiviert habe ich die Hefe natürlich sofort und werde sie dann nach dem Aufblähen direkt mit 0,5l Malzbier füttern. Ca. 10 Stunden habe ich noch bis zum Einsatz.
Sollte man das Malzbier eigentlich vorher abkochen? Erinnere mich dunkel, sowas mal gelesen zu haben.
<artikel>4728.1.1</artikel>Zitat:Sollte man das Malzbier eigentlich vorher abkochen? Erinnere mich dunkel, sowas mal gelesen zu haben.
Ich hab das Malzbier immer abgekocht, hauptsächlich damit das CO2 raus geht.
Bei meinem aktuellen Starter bin ich aber zu faul dazu und es klappt prima.
Wenn im Malzbier unerwünschte Keime wären, dann würden die sich auch in der geschlossenen Flasche vermehren und das tun sie nicht, da die Hefe und alles andere durch Erhitzen abgetötet wurde.
Beim Flaschenhals pass ich aber immer auf, den sprüh ich vor dem Reinkippen mit 70% Isopropanol ein, außen kann ja alles mögliche dran hängen.
(Und wen es interessiert, die Hefe einer 4 Monate alten Hopfen Weisse ist ebenfalls mausetot, vielleicht durch den vielen Alkohol? Mit 4 Bodensätzen Tap 7 hat´s dann geklappt)
Stefan
<artikel>4728.1.1.1</artikel>Die beste Erfahrung habe ich mit Öttinger Malzbier gemacht, das kost fast nichts und die Hefe geht voll drauf ab. Vorher hatte ich Vitamalz und Karamalz, beides vergleichsweise teuer und Vitamalz noch total enttäuschend was die Hefe angeht. Abgekocht habe ich keins der Malzbiere und hatte keine Probleme damit
Zitat:(Und wen es interessiert, die Hefe einer 4 Monate alten Hopfen Weisse ist ebenfalls mausetot, vielleicht durch den vielen Alkohol? Mit 4 Bodensätzen Tap 7 hat´s dann geklappt) Stefan
Dieses kann ich bestätigen, mein Weizen mit Hopfenweisse hat nicht mal die Gärung überlebt :( Das zweite Weizen mit der Tap 7 Hefe trinke ich gerade, herrlich!!!
Auf eine schöne erfolgreiche WM ohne Bitsteiner und CO ;)
Bier hilft fast immer und wenn nicht, dann hilft der Alkohol :-)
<artikel>4728.1.1.1.1</artikel>| Funktionen: | [ Einzelansicht ] [ Forumsübersicht | Themenbereiche & Suche | Neue Diskussion eröffnen ] [ Benutzer anmelden | Benutzernamen reservieren | Benutzer suchen ] |
|---|