besser bier brauen


Verwendung von 3-4 Monate altem Malz?

Hallo Braugemeinde,

nach dem ich nun mein erstes Bier im Januar
gebraut habe, wird es nun Ende April wieder soweit sein.

Ich würde gern das beim ersten Sud übrige Malz verwenden.
Dies ist bereits geschrotet und dicht in einem Eimer mit Deckel
trocken und kühl gelagert. Ist durch die längere Lagerzeit mit
nur geringen Aromaverlusten zu rechnen oder sollte es nicht mehr verwendet werden?

Das aus den Malzresten zusammengestellte Rezept für ein Weizen
würde folgendermaßen aussehen:

50% Weizenmalz
30% Pilsner Malz
18% Carapils
2% Sauermalz

In den Büchern wird von einem Carapilsanteil von 3-5% und
auch nur für Pilsner Bier gesprochen.
Wie sind Eure Erfahrungen? Kann ich es trotzdem wagen?

Danke für Eure Tipps,

Gruß Bernd

Verfaßt von Bernd am 17.04.2003, 16:08.
Der Beitrag wurde seit Zählbeginn 1007-mal geöffnet (zuletzt am 07.09.2010, 13:37).
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AW: Mälzen mal wieder

Zitat:

Hallo Braugemeinde,

nach dem ich nun mein erstes Bier im Januar gebraut habe, wird es nun Ende April wieder soweit sein.

Ich würde gern das beim ersten Sud übrige Malz verwenden. Dies ist bereits geschrotet und dicht in einem Eimer mit Deckel trocken und kühl gelagert. Ist durch die längere Lagerzeit mit nur geringen Aromaverlusten zu rechnen oder sollte es nicht mehr verwendet werden?

Das aus den Malzresten zusammengestellte Rezept für ein Weizen würde folgendermaßen aussehen:

50% Weizenmalz 30% Pilsner Malz 18% Carapils 2% Sauermalz

In den Büchern wird von einem Carapilsanteil von 3-5% und auch nur für Pilsner Bier gesprochen. Wie sind Eure Erfahrungen? Kann ich es trotzdem wagen?

Danke für Eure Tipps,

Gruß Bernd


Hallo Bernd,
wenn du das Malz, so wie geschildert, gelagert hast, dann kannst du es ohne Bedenken einsetzen. Trotzdem würde sich der Kauf einer Malzmühle sicher lohnen, weil du dann größere Mengen ungeschrotetes Malz (billiger) kaufen könntest.
Zum Rezept: 18% Carapils sind zwar an der Grenze, aber ich würde es auf jeden Fall riskieren. Kommt natürlich darauf an, wie dunkel das Carapils ist. Aber versuchs ganz einfach mal.
Gut Sud wünscht
Wolfgang

Verfaßt von Wolf am 17.04.2003, 19:22.
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AW: Verwendung von 3-4 Monate altem Malz?

Zitat:

Hallo Braugemeinde,

nach dem ich nun mein erstes Bier im Januar gebraut habe, wird es nun Ende April wieder soweit sein.

Ich würde gern das beim ersten Sud übrige Malz verwenden. Dies ist bereits geschrotet und dicht in einem Eimer mit Deckel trocken und kühl gelagert. Ist durch die längere Lagerzeit mit nur geringen Aromaverlusten zu rechnen oder sollte es nicht mehr verwendet werden?

Das aus den Malzresten zusammengestellte Rezept für ein Weizen würde folgendermaßen aussehen:

50% Weizenmalz 30% Pilsner Malz 18% Carapils 2% Sauermalz

In den Büchern wird von einem Carapilsanteil von 3-5% und auch nur für Pilsner Bier gesprochen. Wie sind Eure Erfahrungen? Kann ich es trotzdem wagen?

Danke für Eure Tipps,

Gruß Bernd


Hallo Bernd,
wenn du das Malz, so wie geschildert, gelagert hast, dann kannst du es ohne Bedenken einsetzen. Trotzdem würde sich der Kauf einer Malzmühle sicher lohnen, weil du dann größere Mengen ungeschrotetes Malz (billiger) kaufen könntest.
Zum Rezept: 18% Carapils sind zwar an der Grenze, aber ich würde es auf jeden Fall riskieren. Kommt natürlich darauf an, wie dunkel das Carapils ist. Aber versuchs ganz einfach mal.
Gut Sud wünscht
Wolfgang

Verfaßt von Wolf am 17.04.2003, 19:23.
Der Beitrag wurde seit Zählbeginn 881-mal geöffnet (zuletzt am 07.09.2010, 14:23).
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AW: Verwendung von 3-4 Monate altem Malz?

Zitat:

Hallo Bernd, wenn du das Malz, so wie geschildert, gelagert hast, dann kannst du es ohne Bedenken einsetzen. Trotzdem würde sich der Kauf einer Malzmühle sicher lohnen, weil du dann größere Mengen ungeschrotetes Malz (billiger) kaufen könntest. Zum Rezept: 18% Carapils sind zwar an der Grenze, aber ich würde es auf jeden Fall riskieren. Kommt natürlich darauf an, wie dunkel das Carapils ist. Aber versuchs ganz einfach mal. Gut Sud wünscht Wolfgang


Hallo Wolfgang,

danke für die schnelle Antwort,
dann werd ich es mal riskieren und
mich vom Ergebnis überraschen lassen.

Gruß Bernd

Verfaßt von Bernd am 17.04.2003, 20:41.
Der Beitrag wurde seit Zählbeginn 730-mal geöffnet (zuletzt am 07.09.2010, 13:37).
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AW: Verwendung von 3-4 Monate altem Malz?

Hallo Bernd,

hoffentlich komme ich nicht zu spät; ich will Dir nur berichten, dass ich einmal einen Karamalzanteil von 37% hatte, was mir zum einen erhebliche Probleme beim Läutern bereitete und zum anderen das Erreichen der Jodnormalität mangels Enzymen (es waren auch noch 13% Rohfrucht dabei) schlichtweg verhinderte, bis ich noch einmal frisches Pilsner Malz dazugab. Wenn Dein Malz schon eine Weile geschrotet herumliegt (meins war frisch geschrotet) sind also eventuell auch schon ein Paar Enzyme futsch und die Verzuckerungsprobleme könnten bei Dir auch mit 18% schon eintreten. Muss zwar nicht passieren, zumal du ja viel "von Natur aus" enzymstarkes (das Weizenmalz nehme ich mal als hell an) Malz hast, aber ich dachte, es ist evtl. trotzdem gut zu wissen.

Viel Erfolg!

Wie Du Bier, so ich mir!

Verfaßt von David am 17.04.2003, 21:00.
Der Beitrag wurde seit Zählbeginn 805-mal geöffnet (zuletzt am 07.09.2010, 13:37).
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AW: Verwendung von 3-4 Monate altem Malz?

Hallo Bernd,

so, wie Du beschreibst, dass Du das Malz gelagert hast, sehe ich keine Bedenken.
Ich hatte auch mal fast ein halbes Jahr Geschrotetes gut gelagert liegen, es machte
keinerlei Probleme. Auch mit dem hohen Caramalzanteil hätte ich keine Bedenken.

Aber: Eine Schrotmühle enthebt Dich jeglicher Probleme, dann kannst Du selbst ein
Jahr lang ungeschrotetes unbedenklich lagern.

Viel Spaß beim Brauen!

Gruss aus Marbella
Herbert

Verfaßt von Herbert am 17.04.2003, 22:42.
Der Beitrag wurde seit Zählbeginn 897-mal geöffnet (zuletzt am 07.09.2010, 13:37).
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AW: Verwendung von 3-4 Monate altem Malz?

Zitat:

Hallo Bernd,

hoffentlich komme ich nicht zu spät; ich will Dir nur berichten, dass ich einmal einen Karamalzanteil von 37% hatte, was mir zum einen erhebliche Probleme beim Läutern bereitete und zum anderen das Erreichen der Jodnormalität mangels Enzymen (es waren auch noch 13% Rohfrucht dabei) schlichtweg verhinderte, bis ich noch einmal frisches Pilsner Malz dazugab. Wenn Dein Malz schon eine Weile geschrotet herumliegt (meins war frisch geschrotet) sind also eventuell auch schon ein Paar Enzyme futsch und die Verzuckerungsprobleme könnten bei Dir auch mit 18% schon eintreten. Muss zwar nicht passieren, zumal du ja viel "von Natur aus" enzymstarkes (das Weizenmalz nehme ich mal als hell an) Malz hast, aber ich dachte, es ist evtl. trotzdem gut zu wissen.

Viel Erfolg!


Hallo David,

nein Du kommst noch nicht zu spät, ich bin erst noch in
der Vorbereitung. Danke für den Hinweis!

An dieser Stelle möchte ich gleich allen hier für Ihre Hilfsbereit-
schaft danken. Es ist echt eine tolle Gruppe hier. Mit der
Sicherheit Eurer Tipps im Rücken macht das brauen gleich
doppelt Spaß.
Ich wünsche allen schöne Ostern
und allzeit gut Sud,

Gruß Bernd

Verfaßt von Bernd am 18.04.2003, 12:43.
Der Beitrag wurde seit Zählbeginn 851-mal geöffnet (zuletzt am 08.09.2010, 12:45).
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