besser bier brauen


Lesetips

Lesetip Nummer eins: Sieh Dich gefälligst erst mal ausgiebig auf brauherr.de um, ehe Du fremde Bücher kaufst. Oder gehörst Du zu den nostalgischen Zeitgenossen, die ohne Gedrucktes in der Hand nicht leben können? Eigentlich ja auch egal warum: Wenn Du nach im Wortsinn handfestem Lesestoff suchst, der auch inhaltlich kaufenswert ist, helfen Dir - vielleicht und hoffentlich - meine folgenden, natürlich absolut subjektiven Empfehlungen weiter.

Und, ja: Du darfst auch gerne direkt von hier aus mittels der hinterlegten Kauflinks die Bücher bestellen. Erstens, weil Du damit den Fortbestand von brauherr.de durch einen kleinen Vermittlungsobelix förderst und zweitens, weil ich Dir Amazon.de als Lieferanten und/oder Kaufplattform für neue wie gebrauchte Waren aus vollster Überzeugung empfehlen kann. Oft am billigsten (auch beim Versand), meistens blitzschnell (und ansonsten flott) und vor allem immer kundenorientiert - in etlichen Jahren wurde mir bei jeder Ungereimtheit so unbürokratisch und freundlich geholfen, wie man es sich von jedem Versandhändler auf dieser Welt nur wünschen kann.

Wolfgang Vogel: "Bier aus eigenem Keller"

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Dieses Buch sollte man eigentlich gar nicht empfehlen. Denn: Es ist inhaltlich hoffnungslos veraltet, die angeblich "gründliche" Überarbeitung muß, wenn man mal von dem neu hinzugekommenen Insidertip, auf der Suche nach Brauzubehör doch mal www.google.de ins Internet einzutippen, absieht, auch anno 2005 wieder in einem Paralleluniversum geschehen sein oder sich auf die Neugestaltung des Einbands beziehen, die aufgestellten Behauptungen ("Spezialmalze sind für den Hobbybrauer kaum zu kriegen") sind auf dem Stand von 1980, manche Anleitungen muten höchst abenteuerlich bis gefährlich an ("für die Druckgärung eignet sich ein Glasballon") und die Rezepte ("10kg Malz, 30g Hopfen") sind so präzise wie eine aus dem Flugzeug geworfene 10-Megatonnen-Sprengbombe. Warum liste ich es hier dennoch auf? Dafür gibt es gleich ein paar Gründe:

  • Ich steh' einfach auf skurrilen Hobbythek-Charme. Und den haben wir hier in Reinkultur.
  • So weit das Buch hobbybrautechnisch vom heutigem Stand der Dinge auch entfernt ist, beweist es doch gerade dadurch, daß die zugrundeliegenden biotechnischen Prinzipien so prophan sind, daß man sie im Grunde ohne gekaufte Hilfsmittel anwenden kann.
  • Auch, wenn das für jemanden, der im Internet seit etlichen Jahren professionell zuhause ist, unglaublich klingen mag: Ich habe meine ersten Brauschritte genau mit diesem Buch gemacht.

Hubert Hanghofer: "Gutes Bier selbst brauen"

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Hubert ist wohl das, was man in Hobbybrauerkreisen als Ikone bezeichnen darf. Mit seinem Internetportal netbeer.org und dem Hausbrauforum stellt er seit Jahren eine nicht wegzudenkende Plattform für das Hobby dar, und viele seiner Artikel zählen zum Allgemeinwissen. Huberts Brauplaner hat mich übrigens auch zum Sudplaner inspiriert.

Gedruckt ist "der Hanghofer" eine gute Investition für alle Neubrauer, die sich wichtige Kenntnisse offline aneignen oder einfach mal schnell etwas nachschlagen wollen.

Hagen Rudolph: "Heimbrauen"

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Auch Hagen ist fester Bestandteil der deutschen Hobbybrauerwelt und bietet seit langem Braukurse an. Für Lesehungrige und Braudurstige hat er neben einem Einsteigerbuch auch noch eins für Fortgeschrittene, das sich eingehender mit Fehlersuche und Optimierung beschäftigt.

John Palmer: "How to Brew"

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Während sich das Hausbrauerhobby in Deutschland eigentlich erst in den letzten zehn bis 15 Jahren nennenswert entwickelt hat, ist Amerika - vermutlich, weil es dort schon viel länger fast nur noch wässrige Einheitsbrühe im Supermarktbierregal gibt - schon seit deutlich längerer Zeit eine Domäne des Hausbrauens. Vom belgischen Weißbier bis zum Oktoberfest-Spezial brauen dortige Fans schon seit Jahren alles, was die Regale der Zubehörhändler hergeben.

John Palmers Einsteigerbuch gilt international als eines der besten Werke für alle, die sich gleichwohl unbeschwert wie auch fundiert an das neue Hobby heranmachen wollen. Ein schöner und sicher lehrreicher Blick über den nationalen, ja kontinentalen Tellerrand!

Ray Daniels: "Designing Great Beers"

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The Ultimate Guide to Brewing Classic Beer Styles - der Name ist hier Programm, denn Daniels präsentiert hier eine ausführliche Abhandlung der (aus US-amerikanischer Hobbybrauersicht) wichtigsten Biertypen der Welt. Neben geschichtlichen Aspekten wird sehr genau auf die typischen Herstellungsmerkmale jedes Typs eingegangen.

Ludwig Narziß: "Abriß der Bierbrauerei"

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Zuletzt noch ein Blick weg von der Hobby- hin zur Profiliteratur: Das Standardwerk für jeden Brauer und Mälzer, der denn etwas auf sich zu halten gedenkt, und das nur wenige neben sich duldet, stammt seit Ewigkeiten aus der Feder des Bundesverdienstkreuzträgers und Lehrstuhlinhabers Ludwig Narziß.

Bis ins kleinste Detail werden hier brautechnische Zusammenhänge grundlegend beschrieben und erhellt. Wer sich mit dem Gedanken einer professionellen Laufbahn trägt, klickt auf den Kauflink.