Ich kenne Braukollegen, die beschließen einen Brautag zwei Stunden vor Beginn. Das geht, kann Spaß machen und ist vor allem etwas für Anhänger unvorhersehbarer Ereignisse. Wenn Du es gerne etwas geordneter magst, beginnt Dein Brautag schon deutlich vor dem eigentlichen Brauen und bevor Du mit den vorbereitenden Arbeiten beginnst.
Bei der Entscheidung, welches Bier und wieviel davon denn gebraut werden soll, spielen normalerweise mehrere Faktoren eine Rolle:
Rechtzeitig vor dem Braubeginn sollte deshalb feststehen,
Wenn diese Fragen geklärt sind, kannst Du entweder ein bereits vorhandenes Rezept auf Deine individuellen Mengen umrechnen, oder ein eigenes Bier entwerfen, zum Beispiel mit Hilfe des Sudplaners.
Fehlen Dir zu Deinem Rezept noch Zutaten, besorge sie rechtzeitig und berücksichtige immer, daß dies und jenes auch mal ausverkauft sein kann. Bis auf fertig geschrotetes Malz halten sich alle Zutaten gut verpackt problemlos eine Weile, so daß Du kaum zu früh bestellen oder losfahren kannst.
Wenn Du noch einen Lieferanten suchst, hilft Dir sicher meine Bezugsquellenliste.
Je nachdem, welche Auflagen Dir das Biersteuerreferat Deines zuständigen Hauptzollamts erteilt hat, mußt Du den geplanten Brautag ggf. mit einer bestimmten Frist vorab anmelden und mitteilen, wieviel Bier welcher Steuerklasse (=Stammwürzegehalt) du zu brauen beabsichtigst. Solltest Du zum ersten Mal brauen, erkundige Dich frühzeitig und zweckmäßigerweise immer schriftlich nach den an Deinem Ort (bzw. für Dich) geltenden Richtlinien; diese können von Amt zu Amt erheblich voneinander abweichen.