| Was? | Wieviel? | ca. EUR |
|---|---|---|
| Universal-Thermostat mit Temperaturfühler, 250 V, 10, besser 16 A (z. B. Conrad-Artikel 615889) | 1 | 13,50 |
| Einbausteckdose (z. B. Conrad 623112) | 1 | 10,- |
| Schutzkontaktstecker schraubbar 250 V, 16 A | 1 | 1,- |
| Umschalter einpolig, 250 V, mind. 10 A (z. B. Conrad 701633) | 1 | 1,- |
| Euro-Kunststoffgehäuse (z. B. Conrad 520586) | 1 | 2,- |
| Durchführung für das Netzkabel, am besten mit Zugentlastung | 1 | |
| Flachsteckhülsen 6,3mm | mind. 5 | |
| Zum Gehäuse passende Schrauben | ||
| Elektrokabel (3 x 1,5 mm Litze) | ||
| Optional: Kabelbinder | ||
Dieser einfach nachzubauende Temperaturregler ermöglicht es, abhängig von der mit dem Fühler gemessenen Temperatur einen an die Steckdose angeschlossenen elektrischen Verbraucher ein- oder auszuschalten. Durch einen eingebauten Umschalter kannst Du festlegen, ob das angeschlossene Gerät beim Unter- oder Überschreiten der mit dem Regler eingestellten Temperatur ein- bzw. ausgeschaltet wird. Diesen kannst Du aber auch weglassen und stattdessen durch die Verkabelung festlegen, ob du ein Kühl- oder Heizthermostat haben willst.
Die notwendigen Werkzeuge sind sicher auch in Deinem Haushalt vorhanden. Alle erforderlichen Bauteile bekommst Du im gut sortierten Elektronikfachhandel, beispielsweise bei der Firma Conrad, wo Du sie auch über das Netz bestellen kannst. Bei den entscheidenden Teilen, auf die sich auch die Schaltskizze bezieht, sind in der Einkaufsliste Artikelnummern dieses Anbieters als Beispiel angeführt. Flachsteckhülsen liegen oft und gern in fertig bestückten Elektrobastelkästen, auch im Kfz-Zubehörhandel bekommt man sie. Das abisolierte Kabel wird mit "zurückgekrempelter" Litze in die Öse geschoben und jene anschließend zusammengequetscht. Das geht besonders gut mit einer Universal- Elektrozange, aber auch mit einer normalen Flachzange.
Die Montage des Thermostates gestaltet sich sehr einfach. Selbst wenn Du noch nicht über nenneswerte technische Kenntnisse oder handwerkliche Fertigkeiten verfügst, sollte Dir der Nachbau ohne weiteres gelingen.
Zunächst werden die Löcher für Steckdose, Kippschalter, Thermostat und Kabeldurchführung in das Gehäuse gebohrt. Achte auf einen ausreichenden Abstand der einzelnen Bohrungen zueinander! Einen Vorschlag, wie das Ergebnis aussehen kann, siehst Du im Bild unten.
Danach wird die Verbindung zum Stromnetz vorbereitet. An einem für Deine individuellen Zwecke ausreichend langen Kabel wird der Netzstecker befestigt (in der Regel machst Du das durch Festschrauben der Litzen im Inneren und anschließendes Verschrauben der Zugentlastung und zuletzt des Steckergehäuses). Es ist eine gute Idee, des Netzstecker jetzt noch nicht in die Steckdose stecken!
Das andere Ende wird durch die Kabeldurchführung gesteckt und ggf. die Zugentlastung festgeschraubt. Nachdem die restlichen Komponenten fest mit dem Gehäuse verbunden wurden, kann schon mit der Verdrahtung entsprechend dem Schaltplan begonnen werden. Der Nulleiter ist übrigens immer blau ummantelt, der stromführende Leiter braun oder schwarz und der Schutzleiter (PE) grün-gelb.
Zuletzt muß noch ein kleiner Schlitz in das Gehäuse, am besten an einen Rand, auf dem der Deckel aufliegt. Durch diesen wird der Eintauchfühler aus dem hinausgeführt. Da die Zuleitung des Fühlers ein Kapillarröhrchen ist, sollte sie niemals zu stark geknickt oder gebogen werden. Das war es schon!
Wenn Du von Anfang an sicher bist, deinen Regler nur zum Kühlen oder zum Heizen zu brauchen, kannst Du den Schalter auch weglassen. Dann verbindest Du einfach die Phase direkt mit einem der beiden Ausgänge des Thermostats (1 oder 2; welcher, mußt Du ausprobieren). Die beiden Varianten sind im zweiten Schaltplan gepunktet bzw. gestrichelt.
Vor der ersten Benutzung solltest Du noch zwei Dinge erledigen:
Nachdem Dein Regler ans Stromnetz und Dein zu steuerndes Gerät an den Regler angeschlossen ist, plazierst Du den Temperaturfühler direkt in dem zu temperierenden Medium. Sprich: Mitten in der Würze oder irgendwo innerhalb des Kühlraums. Dann stellst Du das zu steuernde Gerät auf höchste Leistungsstufe oder Dauerleistung (um eventuell eingebaute, ungenauere Thermostate zu umgehen). Der Rest geht dann von alleine.
Eigentlich ist diese Bauanleitung acht Jahre nach Veröffentlichung ihrer ursprünglichen Fassung überflüssig. Die Materialkosten liegen mit ca. 30 Euro nur noch zehn Euro unter dem Preis eines hochwertigen Digitalthermostatreglers - wie zum Beispiel das "UT 100" einer ist - den Du fix und fertig montiert kaufen kannst.
Dennoch hat dieses Gerät mindestens zwei Pluspunkte: Erstens ist es gegenüber Umwelteinflüssen wie Luftfeuchtigkeit oder Stoßeinwirkung unempfindlicher und zweitens macht es ja auch Spaß, so etwas selbst zu basteln.